Wenn der Götti zum Arbeitskollegen wird
Bei JMS, JMS RISI, Landolt Transport und der Karl Rüegg AG stehen ab Ende Mai keine Models auf den Plakaten, sondern die eigenen Mitarbeitenden. Manche von ihnen teilen sich nicht nur den Arbeitsplatz, sondern auch den Familiennamen.
Als Karl Rüegg im Jahr 2007 seinem Götti-Bueb Andreas einen Job anbot, ahnte wohl keiner der beiden, dass die beiden 19 Jahre später gemeinsam auf einem Plakat stehen würden. Heute führt Karl den Betrieb, Andreas Mettler sitzt als Maschinist am Steuer – und die beiden sind längst nicht das einzige Gespann, bei dem Verwandtschaft und Arbeit zusammenfallen.
«Als Andreas sich für den Job bei uns interessierte, freute mich dies sehr. Aber ich hätte nicht erwartet, dass Andreas so lange bei uns bleibt. Umso schöner ist es, dass es ihm auch heute noch bei uns gefällt und er voller Engagement mit dabei ist.»
Karl Rüegg
Es ist eine Beobachtung, die man im Betrieb immer wieder macht: Cousins, die in benachbarten Abteilungen anpacken. Ein Onkel, der seinem Neffen den Einstieg erleichtert. Eltern und Kinder, Geschwister, Lebenspartner – sie alle arbeiten unter demselben Dach. Beat Rohner, seit 1982 als Strassentransportfachmann dabei, und sein Neffe Sven, der 2024 als Sachbearbeiter Erdbau dazustiess, sind so ein Beispiel. Tobias Küng, seit 2023 Spartenleiter Verkauf & Logistik, und sein Cousin Marcel Kessler, der seit 2013 bei der JMS RISI arbeitet und heute Abteilungsleiter Klein- und Grossbohrungen im Spezialtiefbau ist, ein weiteres.
«Erstens macht es einfach sehr viel Spass. Es bringt aber auch praktische Vorteile: Wenn man sich gut kennt, entsteht oft auch ein anderer Blickwinkel auf Themen und Herausforderungen, wodurch unterschiedliche Perspektiven und die Sichtweisen anderer Abteilungen besser nachvollzogen werden können.»
Tobias Küng, Spartenleiter Verkauf & Logistik
Warum das mehr als ein netter Zufall ist
Dass Mitarbeitende ihre eigenen Verwandten in den Betrieb holen, ist selten Zufall. Niemand empfiehlt einen Arbeitsplatz an die eigene Familie weiter, von dem er nicht überzeugt ist. Genau das war der Ausgangspunkt für die Kampagne «Meine Familie. Mein Betrieb.», die ab dem 26. Mai 2026 auf Plakaten und Baustellenblachen zu sehen ist.
Als Familienbetrieb in vierter Generation ist dieser Gedanke für das Unternehmen kein Marketing-Kniff, sondern Alltag. Heute arbeiten 452 Mitarbeitende in über 65 verschiedenen Berufen für die Firmengruppe – vom Spezialtiefbau über den Strassentransport bis zur Verwaltung. Gewachsen ist das Unternehmen weit über seine Anfänge hinaus, doch das Fundament ist dasselbe geblieben: Erfahrung, Qualität und das Vertrauen, dass man sich aufeinander verlassen kann.
«Dass wir es mit mittlerweile 450 Mitarbeitenden geschafft haben, den familiären Zusammenhalt zu bewahren und weiterhin gemeinsam an einem Strang zu ziehen, bedeutet uns enorm viel. Inzwischen führen wir das Unternehmen in der 4. Generation – und es freut uns besonders, dass wir trotz Wachstum und Veränderung unseren Werten stets treu geblieben sind.»
Bettina Jud, Mitinhaberin
Vom Lehrling zur Laufbahn
Wo Familien bleiben, fängt vieles bei der Ausbildung an. Zwei Wochen nach dem Start der ersten Welle folgt deshalb der zweite Teil der Kampagne: «Meine Lehre. Mein Betrieb.» In sieben verschiedenen Lehrberufen werden hier junge Menschen ausgebildet – Barbara zur Baumaschinenmechanikerin, Carla zur Kauffrau, Kai zum Grundbauer, Leticia und Thomas zu Strassentransportprofis.
«Für die Lehre bei der JMS RISI habe ich mich entschieden, da mich der Internetauftritt ansprach und ich schnuppern konnte. Das Schnuppern war wichtig, um zu schauen, ob mir der Beruf gefällt, denn ich wollte mit meinen Händen arbeiten und draussen sein. Es gefiel mir und es ist jedes Mal cool, wenn ich sagen kann, ich habe mitgeholfen, dass hier ein Haus stehen kann.»
Kai, Lernender Grundbau
Viele von ihnen bleiben. Andere kehren nach ein paar Jahren zurück. Einige übernehmen mit der Zeit Verantwortung und machen intern Karriere, andere bleiben ihrer Funktion treu und sind genau damit zufrieden. Beides ist willkommen. Wer Motivation mitbringt, findet hier Raum, den eigenen Weg zu gehen. So zum Beispiel auch Daniel, Anton, Fabio, die alle seit ihrem Ausbildungsbeginn bei der JMS geblieben sind und mittlerweile leitende Funktionen innehaben.
Menschen, die füreinander einstehen
Am Ende erzählen die 24 Gesichter auf den Plakaten dieselbe Geschichte wie die Zahlen: Es sind Menschen, die gerne hier arbeiten. Die Verantwortung übernehmen. Die füreinander einstehen und gemeinsam Erfolge erzielen.
Oder, wie es Karl Rüegg und Andreas Mettler seit bald zwei Jahrzehnten vorleben: Leute, die gemeinsam anpacken – und gemeinsam Werte schaffen.